Grüner Tisch #10 – Pragmatische Lösungen zu konkreten Themen rund um Nachhaltigkeit stehen in unserer Serie im Fokus. Diesmal: Ein CO2-Rechner für mehr Klimafreundlichkeit auf dem Speiseplan.
Einkaufen, kochen, essen: Im Lebenszyklus eines Lebensmittels entstehen an vielen Stellen CO2-Emissionen, die das Klima maßgeblich beeinflussen. Weltweit wird dem Bereich Ernährung ein Drittel der Treibhausgasemissionen zugeschrieben. In Deutschland sind es etwas 20 bis 25 Prozent, die den Ernährungssektor betreffen. In der Gastronomie verursacht beispielsweise ein Hauptgericht im Durchschnitt 1,6 kg CO2-Emissionen.
Wer bereits klimafreundlich kocht und/oder Informationen zur CO2-Emission an die Gäste weitergeben möchte, kann sich von einer Webanwendung mit zusätzlichem Mehrwert unterstützen lassen. Die kostenpflichtige App heißt „KlimaTeller“ und wurde in einem Verbundprojekt von NAHhaft e. V. und Greentable e. V. in Kooperation mit Eaternity entwickelt. „Die Angabe von CO2-Werten bei Speisen in Kantinen, Restaurants und Hotels schafft Transparenz für Konsument:innen“, erklärt Dr. Antje Wilke von NAHhaft e. V. die Funktion der App. „Gastronom:innen und Köch:innen ermitteln selbstständig schnell und einfach die Klimabilanz, indem sie die Zutaten und Mengen des Gerichts eingeben. Sie erfahren außerdem, ob es ein sogenannter KlimaTeller ist.“ Wenn die Zutaten im Vergleich zu einem durchschnittlichen Gericht mindestens 50 Prozent weniger Emissionen verursachen, zeichnet die App es als KlimaTeller aus.
CO2-Berechnung mit Mehrwert
Die Speise lässt sich mit dem KlimaTeller-Logo kennzeichnen und die Gäste erkennen, dass sie mit der Wahl dieses Gerichts aktiv zum Klimaschutz beitragen, ohne dass CO2-Werte verstanden werden müssen. KlimaTeller-Kunden erhalten außerdem ein Materialpaket für den Gästedialog und finden weitere klimafreundliche Gerichte zur Inspiration in der App. Mehr Informationen: www.klimateller.de
GRÜNER TISCH
Die Serie wurde von VKD-Vizepräsidentin Marketa Schellenberg initiiert und soll als Nachhaltigkeits-Ratgeber für die Praxis dienen. Interessierte Kolleg:innen, die umsetzbare Ideen beisteuern und gemeinsam weiterentwickeln möchten, können sich per Mail direkt wenden an marketa.schellenberg@vkd.com.